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SDGs for All

SDGs for All is a joint media project of the global news organization International Press Syndicate (INPS) and the lay Buddhist network Soka Gakkai International (SGI). It aims to promote the Sustainable Development Goals (SDGs), which are at the heart of the 2030 Agenda for Sustainable Development, a comprehensive, far-reaching and people-centred set of universal and transformative goals and targets. It offers in-depth news and analyses of local, national, regional and global action for people, planet and prosperity. This project website is also a reference point for discussions, decisions and substantive actions related to 17 goals and 169 targets to move the world onto a sustainable and resilient path.

UN-Sicherheitsrat befasst sich mit Konflikten, die Hungersnöte hervorrufen

Von Jaya Ramachandran

BERLIN | ROME (IDN) - Der UN-Sicherheitsrat ist mit einer kritischen, wenn nicht mit einer noch nicht dagewesenen Situation konfrontiert: er wurde gewarnt, dass “vorhersehbare Konflikte, die 17 Länder betreffen” nun mehr als 56 Millionen Menschen im Hinblick auf Unsicherheit bei der Nahrungsmittelversorgung “in ein Krisen- oder Gefährdungs-Stadium” getrieben haben und so globale Anstrengungen behindern, Unterernährung auszumerzen.

Gleichzeitig, geht, nach einem kürzlich erstellten Bericht von UNEP und dem Welt-Ressourcen-Institut (WRI), ein Drittel der Weltnahrungsmittel-Produktion im Wert von rund einer Billion US Dollar bei der Produktion und in den Verbraucher-Systemen verloren oder wird vergeudet.

56 Millionen Menschen, die in einer ausweglosen Situation von Gewalt und Hunger gefangen sind, das übersteigt um fünf Millionen die Population von Südafrika und liegt um fünf Millionen unter der von Italien. Nach der bloßen Anzahl an Menschen, deren Nahrungsmittelversorgung negativ belastet ist, führen Jemen und Syrien bei andauerndem Konflikt die Liste an.

Im Jemen befinden sich 14 Millionen Menschen – mehr als die halbe Bevölkerung – iin einer Hunger-Krise oder in Gefahr. In Syrien benötigen 8,7 Millionen Menschen – 37 Prozent der Bevölkerung bevor der Konflikt vor fünf Jahren ausbrach – dringend Lebensmittel, Ernährung und Existenz-Unterstützung.

Erschütternde 89 Prozent aller syrischen Flüchtlinge, die derzeit im Libanon sind, verlangen dringend nach Lebensmitteln, Nahrungsmittelversorgung und Existenz-Beihilfe, sagt eine neue Reihe von Kurzbeiträgen über 17 Länder, die von der Nahrungsmittel- und Agrarorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und dem Welternährungsprogramm (WFP) erstellt wurden.

Die 17 Länder, in denen Konflikte signifikant die Nahrungsmittelversorgungs-Sicherheit verletzt haben sind: Haiti und Kolumbien in Lateinamerika und der Karibik, Burundi, Central Afrikanische Republik (CAR), Demokratische Republik Kongo, Guinea-Bissau, Elfenbeinküste, Liberia, Mali, Somalia, Süd-Sudan und Sudan in Afrika, Libanon, Irak, Syrien und Jemen im Mittleren Osten und Afghanistan in Asien.

Außerdem werden Nigeria, Niger, Chad und Kamerun von der Gewalt, welche von der islamischen Extremisten-Gruppe 'Boko Haram' ausgeht, feindlich berührt. Die Anzahl der Vertriebenen hat sich in dieser Region in den letzten zwei Jahren verdreifacht, begleitet von einem steigenden Niveau bei Hunger und Unterernährung.

Im Süd-Sudan, wo sich die Situation rapide verschlechtert, benötigen 4,8 Millionen Menschen – etwa 40 Prozent der Bevölkerung – dringend Lebensmittel, Nahrungsmittelversorgung und Existenz-Hilfe, fanden die beiden UN-Ernährungs-Institutionen heraus.

In Ländern, die ausgedehnte Bürgerkriegs-Zeiten durchgestanden haben, wie die Central Afrikanische Republik und Kolumbien, ringen immer noch mit hoher Versorgungs-Unsicherheit bei Nahrungsmitteln.

Während überall die absoluten Zahlen der Menschen, die Unsicherheit bei der Nahrungsmittelversorgung konfrontieren, in anderen Ländern niedriger sind, fügt der gemeinsame Report noch hinzu, der Anteil an Menschen, die ernste Stadien von Unsicherheit bei der Nahrungsmittel-Versorgung erleiden, beläuft sich auf über die Hälfte der Gesamtbevölkerung.

FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva und WPF-Exekutivdirektorin Ertharin Cousin unterstreichen in ihrer Einführung zu den Kurzberichten für den Sicherheitsrat wie Hunger Gewalt nährt und Instabilität vorantreibt. "Konflikte sind eine führende Ursache für Hunger, jede Hungersnot in dieser modernen Zeit war geprägt von Konflikten“, warnten sie.

Und sie fügten hinzu: "Konflikte unterminieren die Sicherheit der Nahrungsmittel-Situation in vielfältiger Weise, sie zerstören Ernten, den Viehbestand und die landwirtschaftliche Infrastruktur, zerstören Märkte, verursachen Vertreibung, schaffen Furcht und Unsicherheit hinsichtlich künftiger Bedürfnisse, beschädigen Humankapital und tragen unter anderem zur Verbreitung von Krankheiten bei. Konflikte verursachen auch für Regierungen und humanitäre Organisationen Zugangsprobleme und sie müssen oft darum kämpfen, Bedürftige erreichen zu können.

"Die Bedeutung der Kurzberichte über die Sicherheit bei der Ernährungs-Situation in Konflikt-betroffenen Staaten, die der Sicherheitsrat künftig regelmäßig von FAO und WPF erhält, wird durch die Tatsache hervorgehoben, dass der Rat „die Führung übernimmt, die Existenz der Bedrohung des Friedens oder einen Akt der Aggression zu ermitteln."

Die beiden UN-Organisationen wiesen auch darauf hin, dass nach aktuellen Schätzungen etwa die Hälfte der globalen Armen in Staaten leben, die von Konflikten und Gewalt geprägt sind. An solchen Orten ist es dreimal mehr wahrscheinlich, dass die Menschen unterernährt sein können als solche, die in stabileren Gebieten leben.

"Den Hunger entgegenzuwirken kann ein sinnvoller Beitrag zur Friedens-Förderung sein“, unterstrichen die FAO- und WFP-Chefs und sie fügten hinzu: "Die 2030-Agenda (2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung / 2030 Agenda for Sustainable Development) erkennt, dass Frieden eine wichtige Schwellenbedingung für Entwicklung ist, wie auch ein Entwicklungsergebnis, das aus eigener Anstrengung resultiert."

Der Sicherheitsrat kann in der Tat "Krisen- oder Notfall“-Situationen bei Unsicherheit in der Nahrungsmittelversorgung so handhaben, dass er die PBC-'Peacebuilding Commission' (UN-Kommission zum Aufbau von Frieden) einbezieht, "ein zwischenstaatliches Beratungsgremium, das Friedensbemühungen in Ländern unterstützt, die Krisen überwinden wollen, was bei einem ausgedehnten Friedensplan eine grundlegende Ergänzung für die Kapazitäten der internationalen Gemeinschaft ist".

Die PBC spielt eine einzigartige Rolle in (1) der Zusammenführung aller relevanten Akteure einschließlich der internationalen Geber und internationalen Finanzinstitutionen, nationalen Regierungen und den Truppen-stellenden Ländern, (2) bei der Ressourcen-Verwaltung und (3) bei anweisen und vorschlagen von integrierten Strategien zur Friedenssicherung und -Wiederherstellung und, wo angebracht, hervorheben jedweder Lücken, die den Frieden zu unterminieren drohen.                                                                                                                        

Länder, die unter der PBC-Agenda stehen, sind: Burundi, Sierra Leone, Guinea, Guinea-Bissau, Liberia und die Central Afrikanische Republik.

Die Vereinten Nationen haben auch Milliarden ausgegeben, um der Navigation auf dem schwierigen Pfad vom Konflikt zum Frieden in verschiedenen Teilen der Welt zu helfen. Die UN-Generalversammlung vom 17. Juni 2016 stellte 7.86 Milliarden US-Dollar für 15 friedenserhaltende Maßnahmen in den kommenden 12 Monaten bereit.

Das genehmigte Budget für das Geschäftsjahr 1. Juli 2015 bis zum 30. Juni 2016 beläuft sich auf rund 8,27 Milliarden US-Dollar – weniger als die Hälfte von einem Prozent der weltweiten Militärausgaben – die im Jahr 2013 auf 1.747 Milliarden geschätzt wurden.

Die Top-10-Kapitalgeber von bewerteten Beiträgen zu friedensbewahrenden UN-Operationen in den Jahren 2013 bis 2015 sind: Vereinigte Staaten (28,38%), Japan     (10,83 %), Frankreich (7,22 %), Deutschland (7,14 %), Vereinigtes Königreich (6,68 %), China (6,64 %), Italien (4,45 %), Russische Föderation (3,15 %), Kanada (2,98 %) und Spanien (2,97 %).

Friedenserhaltende UN-Operationen im Fiskaljahr 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017 haben zum Ziel: die sudanesische Region Abjei, die Zentralafrikanische Republik, die Elfenbeinküste, Zypern, Darfur, die Demokratische Republik Kongo, Golan, Haiti, Kosovo, Liberia, Mali, Somalia, Süd-Sudan, West-Sahara und Somalia. Einige dieser Länder sind von akuter Unsicherheit bei der Nahrungsmittelversorgung bedroht. (IDN-InDepthNews – 31. Juli 2016)

Photo: Mindestens 7 Millionen Menschen leben im Jemen auf der Gefährdungsstufe Nahrungsmittel-Unterversorgung. Weitere 7,1 Millionen Menschen sind nach einer jüngsten Bewertung im Krisenzustand. Quelle: WFP / Asmaa Waguih

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